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Das Surfen und „Plaudern“ im Internet macht vielen Kindern Spass aber die Eltern sind zunehmend besorgt über schädliche Einflüsse aus dem Datennetz. Das Internet bietet viel gute Möglichkeiten zur Information, aber es birgt nach Meinung einer wachsenden Zahl von Fachleuten auch Gefahren in sich. Sicheres Surfen muss geübt werden.
„Ich bin besorgt, dass mein Kind zu oft vor dem Computer sitzt. Ich verstehe, dass es wichtig für die Kinder ist, einen Computer zu haben, denn er ist ein Instrument, um in das Berufsleben einzusteigen. Aber im Internet gibt es auch Dinge wie Sex, Gewalt und andere extreme Inhalte. Wie kann ich mein Kind davor bewahren“ fragte mich kürzlich eine Mutter.
Wenn das Netz süchtig macht...
Auch Fachleute fordern den vorsichtigen Umgang mit den neuen Medien. „Für mich sind virtuelle Welten das Drogenthema Nummer eins. Bei einer Internet-Umfrage unter 450 Usern gaben immerhin elf Prozent der Befragten an Internet-süchtig oder Internet-abhängig zu sein. Ich glaube, dass das Internet uns auf absehbare Zeit Suchtphänomene bescheren wird, weil Menschen das Internet auch dazu benützen können, um vor realen Problemen zu flüchten. Nicht die Technologie macht süchtig, entscheidend ist das Motiv, mit dem ich mich vor den Rechner setze“, führt Wolfgang Schmidt, Leiter der Koordinationsstelle für Suchtprävention in Hessen in einer Computerzeitschrift aus.
Im Elternhaus müssen die Kindern lernen, wie sie mit der Datenflut umgehen können.
Mit dem Kind reden:
Sprechen sie mit ihrem Kind über alles, was sie im Internet sehen und mit wem es chattet. Machen sie es auf die Gefahren im Internet aufmerksam.
Die Zeit begrenzen:
Als Eltern haben sie das Recht, die Online-Zeit einzuschränken. Setzen Sie in einem Familiengespräch die Medienzeiten fest. Diese sollen dem Alter und auch den speziellen Projekten zur Wissensbeschaffung für die Schule angepasst werden. Allenfalls kann man die Kinder wählen lassen, wie sie ihr Kontingent von TV- und PC-Zeit aufteilen wollen. Während der Sohn das Surfen bevorzugt, taucht ihre Tochter vielleicht lieber in ihre Lieblingssendung am TV ein. Machen sie auch ab, was vor der PC-Zeit geschehen muss, wie beispielsweise das Erledigen von Hausaufgaben, das Aufräumen des Zimmers usw.
Ganz wichtig ist aber, dass sie ihre Regeln konsequent umsetzen - und da hilft bei Suchttendenzen und Widerstand nur eins: Stecker und Anschlusskabel raus.
Alternativen anbieten
Allein mit Verboten ist ein Kind noch nicht erzogen. Wie kann es die leere Zeit sinnvoll ausfüllen? Leider kommt heute das geruhsame Lesen zu kurz. Als Vorbedingung für den PC-Gebrauch könnte man beispielsweise vorschlagen, dass ein Buch gelesen werden muss und jedes gelesene Kapitel einen PC-Bonus schafft. Noch gemütlicher wäre das Vorlesen eines spannenden Buches durch Papa oder ganz einfach ein Spielabend. Daneben gibt es für Kinder viele andere Angebote wie Sport, Jungschar u.a.
Den Zugang absichern
Eltern müssen alles daran setzen, dass die Kinder vor den schmutzigen und schädlichen Anteilen des Netzes geschützt werden. Dies ist immer besser möglich, wie die Beispiele im Kasten aufzeigen.
Vorsicht beim Chatten
Das Plaudern auf dem Netz macht vielen Kindern Spass. Leider suchen aber auch Pädophile auf diesem Weg ihre Opfer. Achten sie darauf, dass die Kinder nicht ihren Namen und Adresse preisgeben und dass sie den Kontakt abbrechen, wenn es ihnen unwohl wird. Sie sollen sich von Unbekannten keine Dateien senden lassen, da es sich um Pornografie oder Computerviren handeln könnte.
Finanzierung klären
Oft kommt erst am Ende des Monats das böse Erwachen über Internetsünden, wenn die Telefonrechnung ins Haus flattert. Kinder und Jugendliche sollen wissen, was der Spass kostet. Legen sie einen Fixbetrag für Medienkosten wie PC und Handy fest. Alles was darüber ist, wird direkt vom Taschengeld abgezogen. Das wirkt stärker als die lauteste Strafpredigt.
Vorbild sein
Kinder lernen vor allem durch das Vorbild. Sie werden aufmerksam beobachten, mit welchen Inhalten die Eltern ihren Alltag ausfüllen. Leben sie ihnen vor, wie bunt das Familienleben auch mit einem Minimum von Elektronik sein kann.
Safer Surfen
- Posteingangsassistenten: Die meisten E-Mailprogramme verfügen über Filter, die unerwünschte Werbemails direkt löschen.
- www.surfonthesaveside.com: Filter gegen 98% der Pornowebsites
- www.pornofree.ch: Hilfen für Süchte im Internetsexbereich
- Die bekannte Suchmaschine Google bietet unter der Rubrik „user tools“ ein Filterprogramm zum Herunterladen an.
- Chatrooms mit Überwachung: chat.bluewin.ch, chat.sunrise.ch
- www.webwasher.com: Software zur Überwachung der Inhalte
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